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Paul Erb, Violine
Ulrike Payer, Klavier

George Gershwin (1898-1937)
Drei Preludes für Violine und Klavier

W-A Mozart (1756-1791)

Sonate für Violine und Klavier B-Dur KV 454

Sergueï Rachmaninov (1873-1943)

Vocalise für Violine und Klavier

Francis Poulenc (1899-1963)

Sonate für Violine und Klavier

George Gershwin (1898-1937)

Ausschnitte aus Porgy and Bess

 

Der 1999 geborene Geiger Paul Erb ist mittlerweile in seiner Heimatregion bekannt als ein junges geigerisches Ausnahmetalent mit immenser Spielfreude, brillanter Technik und erstaunlicher musikalischer Reife. In den vergangenen Jahren konnte er sowohl bei Recitals als auch als Solist bei Orchesterkonzerten das Publikum begeistern. So spielte er unter anderem mit dem Stamitzorchester Mannheim unter Prof. Klaus Eisenmann und unternahm im Alter von 12 Jahren mit dem Dirigenten eine Konzertreise nach Wales. 2016 standen neben mehreren Recitals und Kammermusikkonzerten auch einige Aufführungen des Violinkonzerts von Ludwig van Beethoven auf dem Programm. Zuletzt spielte er mit der Kammerphilharmonie Mannheim sowie dem Mainzer Kammerorchester. Anfang 2018 gab Paul Erb sein Debüt mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz mit dem Violinkonzert von Felix Mendelssohn-Bartholdy unter Bruno Weil. Das Außergewöhnliche bei Erb ist sein unbändiger Wille zum Formen, seine gestalterische Präsenz und die Fantasie, mit denen er musikalische Charaktere modelliert und jedes noch so kleine Detail zum aufregenden Ereignis werden lässt. — Gabor Halasz | Die Rheinpfalz Erb engagiert sich zudem regelmäßig für gesellschaftliche Projekte. So organisierte er 2015 unter anderem ein Gala-Benefizkonzert zugunsten der sozialen Projekte der Internationalen Schule Neustadt und ist regelmäßiger Gast bei Benefizkonzerten der Service-Clubs (Rotary, Kiwanis). In Gedenken seines verstorbenen Lehrers, Prof. Grigori Zhislin, fand, auf Initiative von Paul Erb, im Mai diesen Jahres ein Gedenkkonzert „in memoriam Grigori Zhislin“ an der Hochschule für Musik Würzburg, mit Gästen aus England, Österreich und Deutschland, statt. Paul Erb ist seit frühester Kindheit mit Profimusikern zusammengekommen, was ihn entsprechend prägte. Im Alter von neun Jahren wurde Paul Erb in das Pre-College der Musikhochschule Würzburg aufgenommen und erhielt Unterricht von Prof. Conrad von der Goltz und später zusätzlich von Prof. Grigori Zhislin. Weitere Impulse bekam er unter anderem vom Julliard String Quartett, Prof. Herwig Zack, Prof. Julia Fischer, Prof. Ingolf Turban und zuletzt bei der internationalen Summer Academy des Mozarteums Salzburg von Prof. Igor Ozim. Im Herbst 2018 wird er erneut bei der Summer Academy des Mozarteums, diesmal in der Meisterklasse von Prof. Pierre Amoyal, studieren. Er ist Preisträger etlicher Wettbewerbe auf Landes- und Bundesebene und seit 2013 Stipendiat der Conrad-von-der-Goltz-Stiftung. 2016 wurde er beim 53. Bundeswettbewerb in Kassel mit einem 1. Preis ausgezeichnet. Die Pfälzische Musikgesellschaft zeichnete ihn 2017 mit dem Bruno-Hermann-Preis aus. Zum Wintersemester 2016/2017 begann er sein Bachelorstudium an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Lena Neudauer und wird ab dem Wintersemester 2018/2019 in der Klasse von Prof. Herwig Zack an der Hochschule für Musik Würzburg studieren. Seit Anfang 2017 spielt Paul Erb auf einer Violine von Jean-Baptiste Vuillaume aus dem Jahr 1869, die ihm freundlicherweise von der Villa Musica Rheinland-Pfalz zur Verfügung gestellt wird.

 

 

Ulrike Payer wurde in Wuppertal geboren und ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe. Sie studierte in Brüssel, Köln und Hannover und erweiterte daneben ihre Ausbildung bei Alexis Weissenberg, Tatjana Nikolajewa und dem Amadeus Quartett. Neben Verpflichtungen mit Orchestern unter Dirigenten wie Christoph Eschenbach und Kirill Petrenko gastiert Ulrike Payer regelmäßig bei Festivals wie dem Rheingau Musik Festival, dem Delft Chamber Music Festival, dem Usedomer Musikfestival und dem Festival La folle journée au Japon. Rundfunk-, CDund Fernsehaufnahmen belegen das vielseitige Schaffen der Pianistin, die sich auch als Interpretin des argentinischen Tangos einen Namen gemacht hat. Die Begegnung und das gemeinsame Konzertieren mit Alfredo Marcucci im Jahr 1998 führte zu einer intensiven Auseinandersetzung mit diesem Genre. In der Folge trat sie mit zahlreichen prominenten argentinischen Musikern wie Cholo Montironi, Norberto Bondino, Carlos Buono und dem Sexteto Mayor auf. Seit 2011 ist sie sehr erfolgreich mit dem Isabelle van Keulen Ensemble international auf Reisen. Die dritte CD ist im April 2018 erschienen und widmet sich ausschließlich, wie bei den vorangegangenen Aufnahmen, der Musik Astor Piazzollas.
Im Rahmen ihrer Tätigkeit beim NDR Elbphilharmonieorchester spielte sie unter
Semyon Bychkov, Michael Gielen, Alan Gilbert, Andris Nelsons und Krzysztof Urbanski. Zu ihren Kammermusikpartnern zählen u.a. Isabelle van Keulen und Orfeo Mandozzi, in den letzten Jahren kam es zudem zu musikalischen Begegnungen mit Christian Poltéra, Sol Gabetta, Alisa Weilerstein, Patricia Kopatchinskaja und Saschko Gawriloff. Eine rege Zusammenarbeit besteht außerdem mit den Schauspielern Nina Hoger und Christian Brückner. Von 1999 bis 2016 lehrte Ulrike Payer an den Musikhochschulen in Frankfurt, Saarbrücken und Mainz.