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Rémi Studer, Dirigent

Rémi Studer ist ein vielseitiger Musiker, der sich zuerst autodidaktisch und anschließend am Musikkonservatorium von Straßburg ausgebildet hat. Als Komponist, Multi-Instrumentalist, Sänger und Dirigent liegt ihm viel an der gegenseitigen Bereicherung seiner musikalischen Tätigkeiten, wobei er stets nach der Verbindung von Ton, Gestik und Bedeutung strebt.

Auch der visuelle Aspekt spielt in seinen Konzerten eine Rolle; deshalb erfordern einige seiner Stücke den körperlichen Einsatz der Interpreten durch Reibung an der instrumentalen Geste (Etudes de Corps et Graphie für Klavier, Du bout de la Pensée für Bariton und Orgel, Trois Vocalises für Solo-Kontrabass, La meilleure façon de Parler nach Molière für Mezzo-Sopran und Fagott, etc.). Stets daran interessiert die Räumlichkeiten für seine Konzerte anders einzusetzen, entwickelte er das Konzept der „ambulation déconcertante“. Dabei handelt es sich um eine Kompositionsweise, die es einer großen Zahl an Musikern ermöglicht, sich über eine breite Fläche verteilend und ohne gemeinsamen Puls zusammen zu musizieren. Diese Form einer nicht synchronisierten Polyphonie kam bereits im Rahmen unterschiedlicher Festivalauftritte und Konzerte zum Einsatz (Europhonies de Strasbourg, Festival du Trombone, Festival du Saxophone, etc.).

Er wurde bereits von diversen symphonischen Orchestern aus Frankreich und im Ausland eingeladen wurde (Philharmonisches Orchester Strasbourg, Philharmonisches Orchester Luxembourg, Kammerorchester von Radio Rumänien,  Philharmonisches Orchester Timisoara, Akademisches Orchester Freiburg im Breisgau, Collegium Musicum Stuttgart, Symphonisches Orchester Prag 8, Toscan Chamber Orchstra, etc.).

Er ist bestrebt, auch jüngeren Zuhörern einen Zugang zur symphonischen Musik zu bieten, indem er regelmäßig musikalische Märchen für das Philharmonische Orchester in Straßburg komponiert, die er auch selbst dirigiert (Les Animaux magiques im Jahr 2015 und Léon et la fausse Note im Jahr 2016).

Neben dem klassischen symphonischen Repertoire hat Studer eine besondere Vorliebe für musikalischen Formen, die Orchester und Stimme verbinden. Deswegen dirigierte er bereits eine große Anzahl an Oratorien (Messias von Händel, Enfance du Christ von Berlioz, sowie die Requiem von Brahms, Mozart und Fauré) und Kunstliedern (Lieder eines fahrenden Gesellen und Das Lied der Erde von Mahler). Immer mehr bringt ihn jedoch seine Arbeit zum lyrischen Repertoire.

Studer war  außerdem Assistent bei Vincent Monteil (Carmen, Montepulcianno) und orchestrierte und dirigierte eine Kammermusikversion von Cosi fan tutte (Mozart).   Er arbeitet regelmäßig an lyrischen Produktionen in Frankreich und im Ausland mit (Machetto von Verdi, Jenufa von Janacek, Il Barbiere di Siviglia von Rossini, La Boheme von Puccini, Das Rheingold von Wagner, etc.).

Rémi Studer, preisgekrönter Komponist bei unterschiedlichen internationalen Wettbewerben, ist ein vielseitiger Künstler, der seine Kreativität regelmäßig für originelle und anspruchsvolle Projekte einsetzt, wie zum Beispiel bei Ut queant laxis, ambulation déconcertante, einem zehnstündigen Konzert, das er während des Festivals „Nuit de Lumière“ dirigierte.

 

Konzert am 17. August mit dem Chor der Universität Strasbourg, Nikita Mndoyants, Vyacheslav Gryaznov, André Adjiba, Jérôme Schwaederlé